Benutzeranmeldung

Auch gern gelesen

Praktikumsbericht

Ich habe mein Praktikum an der katholischen Kindertagesstätte in Valbert gemacht. Am 19. Juni hatte das diakonische Praktikum begonnen und geendet hat es am 12. Juli.... mehr

Bild des Benutzers NH
Geschrieben von: NH

Alle so anders

„Ja, bin ich denn Mutter Theresa?“ (Schülerspruch vor dem Praktikum)
„Euer Mitleid kotzt mich an!“ (Heiko Kunert, 35, blind)

Selbstüberforderung oder falsches Mitleid? Diese Frage stellt sich immer wieder... vor, nach und bei einem sozialen Einsatz. Wie soll man das angehn?

Vielleicht schon dadurch, dass man statt des Etiketts „Behindert“ den anderen als Menschen mit besonderen Bedürfnissen sieht. Das können ältere Menschen und auch Menschen mit „special needs“ sein. Manchmal auch wir selber.

Eine einfache, aber grundlegende Regel dazu:

Triff nie Entscheidungen für einen Menschen mit Behinderung, wenn es um eine Frage aus seinem persönlichen Bereich geht.

Etwas ausführlicher:

Frag einen Menschen mit special needs, ob du ihm helfen kannst, bevor du etwas für ihn tust – aus Respekt vor ihm und seiner persönlichen Freiheit.
Du solltest nicht darauf bestehen zu helfen, wenn der Mensch mit special needs dein Angebot dankend ablehnt; oder darüber enttäuscht sein und das nächste Mal nicht mehr fragen, ob du helfen kannst, obwohl vielleicht gerade dann deine Hilfe nötig und willkommen wäre.

Wird deine Hilfe angenommen, so handel bitte nach den Wünschen / Anweisungen der Person mit special needs, denn sie weiß am besten, was zu geschehen hat.

Das Ganze noch mal als Checkliste:

  • Hilf nie ohne vorher zu fragen
  • Hilf möglichst unauffällig
  • Begegne Menschen mit special needs möglichst natürlich
  • Diese Menschen können oft mehr, als man glaubt
  • Ein großes Bedürfnis: menschliche Kontakte
  • Menschen brauchen Anerkennung und wollen mitwirken

Grundsatz:
Menschen mit special needs wollen ihr Leben nach ihren Möglichkeiten selbstbestimmt und eigenverantwortlich gestalten können. Sie suchen nach Integration, nach uneingeschränkter Teilnahme am sozialen und gesellschaftlichen Leben.
Menschen mit special needs müssen aber nicht integriert werden, sie müssen nur die Gelegenheit bekommen, dies selber zu tun.

Deutsch

Partner